Tourendaten im Überblick

Streckenlänge:
20,6 km

Höhenmeter bergauf:
870 m

Höhenmeter bergab:
800 m

gewandert am 14.06.2026


  1. Wegcharakter
  2. Anreise
  3. Tourenbeschreibung
  4. Ausrüstung & Verpflegung
  5. Fragen
  6. Weitere Touren in Schwaben

Schwierigkeitsgrad3/5
Kulturgrad3/5
Naturgrad3/5
Beste JahreszeitGanzjährig, im Winter aber eher mit viel Schnee zu rechnen.
StartpunktBahnhof Metzingen oder wie bei uns Wanderparkplatz Weinerlebnisweg Neuffener Str. Metzingen

Anreise
Der Gustav-Ströhmfeld-Weg führt von Metzingen nach Neuffen. Beide Dörfer sind an den ÖPNV angebunden. Ein Transfer zwischen den Dörfern ist am besten via Bus möglich.
Wir sind eine kleine Gruppe mit zwei Autos, weshalb wir uns am Endpunkt der Tour, am Parkplatz nahe des Höhenfreibads Neuffen, treffen und mit einem Auto zum Startpunkt, dem Wanderparkplatz Weinerlebnis in der Neuffener Str. bei Metzingen, fahren.

Schwungvoller Aufstieg

An einem wettertechnisch perfekten Wandertag starten wir unsere Tour auf dem Gustav-Ströhmfeld-Weg am Wanderparkplatz an der Neuffener Straße. Hierdurch ist unsere Route ein wenig kürzer als die Originalstrecke.
Wir sind zu dritt und sportlich unterwegs, als direkt der erste Aufstieg in die Weinberge beginnt. Bereits nach wenigen Metern merke ich, dass David und Marvin heute ein strammes Tempo vorlegen. Die kurzfristig ausgefallene Juli hätte unser Tempo sicher etwas ausgeglichen– und uns damit mehr Zeit geschenkt, die atemberaubende Aussicht zu genießen (welche wir natürlich dennoch genossen haben). Trotzdem freue ich mich riesig auf diese sportliche Variante des Weges!

Vom Weinsberg auf den Floriansberg

Als wir am Gipfel des Floriansbergs ankommen, haben wir in kürzester Zeit bereits 140 Höhenmeter absolviert. Oben angekommen, werden wir erst einmal von einer Rentnergruppe gelobt: Wandern sei schließlich ein für unsere Generation erstaunlich seltenes Hobby. Von den beiden Hausbergen Metzingens hat man nämlich eine wunderbare Aussicht über die Stadt, das Ermstal und das dahinterliegende Land.
Zudem ist der Floriansberg der erste erloschene Vulkanschlot, den wir auf unserer Route passieren.

Ziegenreich Jusiberg

Einer der absoluten Höhepunkte der Tour ist jetzt der 673 Meter hohe Jusiberg. Da die beiden Jungs weiterhin ein strammes Tempo vorlegen, kommt mir die überraschende Pause bei einer Herde grasender Ziegen wie gerufen. Während wir unter einem alten Baum die Aussicht genießen, lassen sich die Ziegen der hiesigen Albvereins-Ortsgruppe beim Grasen nicht aus der Ruhe bringen.
Kaum zu glauben, dass hier vor vielen Millionen Jahren noch alles gewaltig brodelte! Der Jusi ist nämlich der größte weiße Juravulkanschlot der Schwäbischen Alb. Mir wird dieser markante, unbewaldete Berg vor allem wegen seines grandiosen 360°-Rundumblicks in Erinnerung bleiben.

Aufstand am Kalkstein-Steinbruch

Als Nächstes führt uns der Weg in schattige Buchenwälder. Bereits auf der Autofahrt war uns der markante Steinbruch aufgefallen, über dessen Kante wir nun wandern. Von den Infotafeln erfahren wir eine spannende Geschichte: Dieser Berg würde heute gar nicht mehr existieren, wären da nicht die Dettinger Bürger und ihre Proteste gewesen! Genau hier, beim Wandern über den Grat des Hörnles, haben wir auch die Hälfte unserer heutigen Strecke geschafft.

Deckelesfels und die Aussicht über den Albtrauf

Oft sind es gar nicht die reinen Kilometer, die uns von einer Tour in Erinnerung bleiben, sondern die stillen, aussichtsreichen Momente: ein gutes Gespräch oder einfach viel Zeit, um den Gedanken beim Blick in die Weite freien Lauf zu lassen.
Einen genau solchen Moment erlebe ich am Deckelesfelsen. Sagenhafte Felsformationen und ein spektakulärer Blick über den Albtrauf laden uns dazu ein, für eine Weile zu rasten, die warme Sonne im Gesicht zu genießen und den Alltag hinter uns zu lassen.

Der Ausblick vom Weinsberg über Metzingen und Umgebung

alex-wandert-halt.de

Der Ausblick vom Weinsberg über Metzingen und Umgebung

Aufstieg auf den kahlen Jusiberg

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Aufstieg auf den kahlen Jusiberg

Vom Deckelesfelsen über den Albtrauf

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Vom Deckelesfelsen über den Albtrauf

Eine Wanderung voller Geschichte

Bevor wir die historische Burgruine Hohenneuffen ansteuern, führt uns der Weg an der Gemeinde Erkenbrechtsweiler vorbei. Spannend zu wissen: Dieser Ort war bereits Jahrhunderte vor Christus als keltische Befestigungsanlage und Oppidum (Keltenstadt) bekannt. Wir wandern hier also auf geschichtsträchtigem Boden!

Abschluss an der Burg Hohenneuffen

Unser Mitwanderer David träumt bereits seit einigen Kilometern von warmem Essen, während wir uns alle nach einem eiskalten Hopfengetränk sehnen. Zum Glück kommt unser absolutes Wanderhighlight – die Burg Hohenneuffen – da genau zur rechten Zeit! Innerhalb der Burgruine steppt der Bär: Während im Restaurant eine Hochzeitsgesellschaft feiert und ein Falkner das Publikum mit seiner Flugshow begeistert, ergattern wir am Kiosk im Burghof ein paar Leckereien.
Auf stolzen 743 Metern Höhe genießen wir mit grandiosem Ausblick unseren wohlverdienten Tourenabschluss.

Mein Fazit: Diese wunderbar abwechslungsreiche und sportliche Wanderung bietet die perfekte Mischung aus Naturerlebnis, Kultur und sportlicher Herausforderung!