Wegcharakter
Der Kaltes-Feld-Weg auf der Schwäbische Alb ist eine etwa 15 km lange, mittelschwere Rundwanderung mit abwechslungsreichen Anstiegen und naturnahen Wegen. Die Strecke führt durch Wälder, offene Hochflächen und typische Wacholderheiden und erfordert eine gute Grundkondition. Zu den Highlights zählen beeindruckende Panoramablicke wie der Dreikaiserberge-Blick sowie Aussichtspunkte rund um das Kalte Feld und den Galgenberg. Insgesamt ist die Tour landschaftlich besonders reizvoll und bietet eine vielfältige Mischung aus Natur und Fernsicht.
Tourendaten im Überblick
Streckenlänge:
15 km
Höhenmeter bergauf:
420 m
Höhenmeter bergab:
420 m

Kaltes-Feld-Weg auf der Schwäbischen Alb
gewandert am 18.04.2026
- Wegcharakter
- Anreise
- Tourenbeschreibung
- Ausrüstung & Verpflegung
- Fragen
- Weitere Touren im Schwarzwald
Key Facts
| Schwierigkeitsgrad | 3/5 |
| Kulturgrad | 2/5 |
| Naturgrad | 3/5 |
| Beste Jahreszeit | Ganzjährig, im Winter aber eher mit viel Schnee zu rechnen. |
| Startpunkt | Wanderparkplatz Furtlepass |
Anreise
Ich empfehle den Parkplatz am Furtlepass, der Platz für etwa 20 Fahrzeuge bietet. An Feiertagen kann dieser jedoch schnell voll sein. Als Alternative bietet sich der Parkplatz am Segelflugplatz Hornberg an – die Wanderroute führt direkt daran vorbei. Zudem gibt es am Furtlepass eine Bushaltestelle, sodass auch eine bequeme An- und Abreise mit dem ÖPNV möglich ist.
Tourenbeschreibung
Vom Furtlepass auf den Bernhardus-Berg
Der 15 Kilometer lange Qualitätswanderweg beginnt erst einmal mit einer „Wadenqualitätsprüfung“ – dem Aufstieg auf den Bernhardus-Berg. Wer möchte, kann diesen vollständig bis zur Kapelle erklimmen oder, so wie wir, vorzeitig rechts zum Höhenweg abbiegen.
Ich wandere heute mit Lukas und Albi, zwei Outdoor-Begeisterten aus Schwaben, die ich in einer Wander-Telegram-Community kennengelernt habe. Dort organisieren wir fast jedes Wochenende Touren – mal lokal, mal in den Alpen oder im Schwarzwald.
Der Höhenweg entlang der Bergkette der Ostalb ist leicht zu begehen, bietet weite Aussichten ins Tal und lässt uns viel Zeit zum Plaudern. In der Ferne können wir bereits die markante Degenfelder Skisprungschanze erkennen.
Eis & Galgenberg
Der „Kaltes-Feld-Weg“ macht seinem Namen heute keinesfalls Ehre – im Gegenteil: Wir schwitzen bei hochsommerlichen Temperaturen, während wir bergab in Richtung Degenfeld wandern, vorbei an gelb blühenden Feldern und Weiden. Die Aussicht auf ein leckeres, selbst gemachtes Eis in Degenfeld lässt sich Albi natürlich nicht entgehen. Ich hatte schon fast befürchtet, er deckt sich stattdessen mit dem hiesigen Schnaps ein.
Zunächst über eine Forststraße und anschließend über einen steilen, treppenreichen Waldweg steigen wir nun auf den sogenannten Galgenberg auf. Hier erwartet uns tatsächlich ein Gipfelkreuz. Mit zwei älteren Damen, die wir dort treffen, tauschen wir kurz die Handys aus, um gegenseitig Gipfelfotos zu machen. Am Gipfelkreuz sollte man sich unbedingt etwas Zeit nehmen, sich auf die Holzbank setzen und den Ausblick hinab auf Nenningen und das dahinterliegende Tal genießen, durch das sich die Lauter schlängelt.
Schwäbisches Jura trifft Winterport
Wir sind nun auf der über 700 Meter hoch gelegenen Albhochfläche angekommen. Die markante, wellige Landschaft führt uns recht eben auf dieser Höhenlinie dahin – eine absolut typische Umgebung für die Schwäbische Alb. Viele gemütliche „Bänkle“ mit wunderbarer Aussicht laden hier zum Verweilen ein. Direkt am Albtrauf, dem schwäbischen „Abgrund“, steht plötzlich die Degenfelder Skisprungschanze vor uns. Degenfeld ist bekannt als echte Talentschmiede im Skisprungsport. Für mich wäre das allerdings absolut nichts – weder zum selbst Springen noch zum bloßen Zuschauen!
Kaltes-Feld-Plateau
Noch ein kurzer Aufstieg und wir sind auf dem Kalten Feld angekommen. Hier weitet sich die Landschaft in offene Wiesen- und Weideflächen. Schon von Weitem hören wir Kinder spielen und Erwachsene plaudern – am Franz-Keller-Haus herrscht heute Hochbetrieb. Das Wanderheim des Schwäbischen Albvereins schenkt kalte Getränke und warme Speisen aus, weshalb wir für ein Hopfenkaltgetränk eine gemütliche Pause einlegen. Rund um die Feuerstellen wird fleißig gegrillt und gegessen. An diesem warmen Sonntag ist richtig viel los – allerdings kaum auf den eigentlichen Wanderwegen. Die meisten Besucher zieht es direkt zum Wanderheim oder sie machen einen Abstecher mit dem E-Bike hierher.
Wir entfliehen dem Trubel und wandern weiter, leicht bergab, in Richtung Knörzerhaus und Segelflugplatz. Die Berghütte lassen wir dieses Mal jedoch links liegen. Albi möchte unbedingt ein startendes oder landendes Segelflugzeug fotografieren – eine Gelegenheit, die wir um ein Haar verpassen. Nur durch die Baumkronen können wir den lautlosen Flieger gerade noch erspähen.
Ausblick auf die Drei-Kaiser-Berge
Während wir entlang des Segelflugplatzes wandern, erhaschen wir einen traumhaften Ausblick auf das spektakuläre Kaiserberge-Panorama. Stuifen, Rechberg und Hohenstaufen ragen markant vor uns auf. Fest entschlossen, auch diese drei Gipfel bald noch zu erwandern, geht es für uns nun in den Endspurt über den Schellenberg zurück in Richtung Furtlepass.

alex-wandert-halt.de
Der Blick vom Galgenberg-Gipfelkreuz nach Nenningen

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Wer’s nicht glaubt: eine Skisprungschanze auf der schwäbischen Alb
5 Fragen
Warum habe ich diese Tour gewählt?
Wenn man schon einen Qualitätswanderweg in der Nachbarschaft hat, muss dieser auch irgendwann erwandert werden. Mit 15 Kilometer Länge eine super Tour zur Vorbereitung.
Welcher Moment blieb mir in Erinnerung?
Die Aussicht am Gipfelkreuz war überraschend schön und weit.
Was hat mir nicht gefallen?
Die Tour ist technisch nicht sehr herausfordernd. Ich hätte mir noch mehr bewurzelte Wege gewünscht.
Hatte ich Angst und wobei?
Nein. Allerhöchstens, dass ich von Albis Joint benebelt werde.
Würde ich diese Wanderung nochmal gehen?
Ich würde keinen weiten Weg hierfür auf mich nehmen. Sie dient aber als super Vorbereitungs-Tour im Frühling. Zudem stelle ich es mir dort im Winter sehr schön vor.
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